Bädertörle

Bädertörle, Waiblingen

Das Bädertörle ist ein kleines Seitentor in der Waiblinger Stadtmauer, das sich zum Mühlgraben der Bürgermühle hin öffnet. Seit den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts führt eine kleine Fußgängerbrücke über das Wasser hinweg auf die Große Erleninsel. Früher konnte man hier höchstens durch das Wasser waten oder in ein Boot steigen. Das Tor hatte im historischen Waiblingen die Aufgabe, einen Zugang zum Wasser zu schaffen, den die verschiedenen an diesem Ort ansässigen Handwerker nutzen konnten. An dieser Stelle waren nämlich vor allem Gerber beheimatet, die hier Tierhäute wässerten. Im Mittelalter könnte es auch ein Badehaus gegeben haben, dem das Bädertörle vielleicht seinen Namen verdankt. Auch von den Badern, den nicht-akademischen Ärzten des Mittelalters, kann sich der Name ableiten. Außerdem war es natürlich einfach möglich, von hier aus ganz direkt im Fluss baden zu gehen. Bis in das 19. Jahrhundert sollen Frauen im Durchlass des Tors Wäsche gewaschen haben.

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